Die Sponti-Spaßgruppe im documenta-Fieber

Tolle Sponti-Spaßtruppe: ImproKS-Theater spielte im Dock 4 zum Thema documenta

ImproKS-Theater im Dock 4: Die Sponti-Spaßgruppe im documenta-Fieber

Kassel. Improvisationstheater ist eine besondere Kunst und Herausforderung. Text, Handlung und Charaktere müssen den Darstellern genau in dem Moment einfallen, in dem vom Publikum die Stichworte kommen. Gerade deswegen aber ist der Spaßfaktor groß.

Spontane Ideen zur documenta: ImproKS, das waren am Samstag Claudia Wilke (von links), Peter Schoner, Doris Grebestein und Axel Garbelmann. Foto: Malmus

Die Akteure des Kasseler ImproKS-Theater unterstrichen das am Samstag im gut besuchten Dock 4.

Von der documenta ließen sich Axel Garbelmann, Claudia Wilke, Doris Grebestein, Peter Schoner und Moderatorin Annette Müller inspirieren. Zum Einstieg hielt Müller einen schwer definierbaren Gegenstand in die Luft: „Den habe ich von einer documenta-Baustelle mitgehen lassen. Was fällt euch dazu ein?“ Das Publikum zeigte sich fantasievoll: Zwischen Herdplatte, gelbem Sack, Plastiktablett und BH pendelten die Vorschläge. Viel wurde gelacht.

Wie fürs Improvisationstheater üblich, entwickelten sich die urigen Spielszenen aus verschiedenen Ansätzen. Eine davon: „Figuren biegen.“ Zwei Helfer aus dem Publikum verdrehten den Darstellern Kopf und Gelenke. Mit jeder Veränderung entstand auch ein neuer Charakter.

Auch das nächste Spiel sorgte für beste Unterhaltung: „Wir suchen jetzt eine Tätigkeit, die hinter den Kulissen der documenta stattfindet.“ Das Publikum entschied sich für „Geld zählen“. Da die Darsteller dazu verpflichtet worden waren, ihre Figuren mit Hass und Romantik auszustatten, gab’s die schönsten emotionalen Verwicklungen.

Auch beim nächsten Spiel: Ein Scheiterhaufen, aus allem Möglichem zusammengetragen, sollte angezündet werden – doch das Feuer fehlte. Besonders witzig bei dieser Szene: Ein Darsteller spricht aus, was die anderen denken könnten.

Weiterer Höhepunkt: Ein Finsterling aus dem Weltraum trägt in kosmischem Kauderwelsch das Gedicht „Sternenkrieg“ vor – sein Spielpartner lässt sich eine ebenso durchgeknallte Übersetzung einfallen. Viel Applaus für diese tolle Sponti-Spaßtruppe.

Bericht der HNA vom 21.05.2012,
Quelle: www.HNA.de
Bericht: Steve Kuberczyk-Stein
Foto: Pia Malmus
Bericht der HNA online als PDF
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